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“Raubkopierer sind keine Verbrecher”

27.07.2006

27 Jul 2006

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Der knapp fünfminütige Kurzfilm "no copy" illustriert die Entstehung der "Raubkopierer-Subkultur" und den Kampf der Software-Firmen gegen die organisierten Kopierer.

Link: www.no-copy.org

Der Film entkriminalisiert die Massen an "normalen Software-Benutzern", die für den Hausgebrauch Sicherheitskopien von Software machen oder aber auch Musik für Freunde kopieren und neu zusammen stellen. Er lässt aber die Frage offen, in wieweit das Kopieren moralisch vertretbar ist.

Meiner Meinung nach sollte es jedem, der Musik kauft, auch möglich sein, Kopien in vertretbarem Maße für Freunde zu erstellen. Hier muss jeder für sich selbst das richtige Maß finden. Für mich gilt: wenn ich früher mal eine Software oder Musik von Freunden bekommen habe, habe ich nach einiger Zeit gemerkt, ob ich die Software oft (und vor allem beruflich) benutze oder nicht. Wenn ich mit einer Software Geld verdiene, dann ist es für mich klar, dass ich sie lizensiere.

Wenn ich eine Software aber nur ausprobieren will und während dieses Tests merke, dass ich sie nicht weiter verwenden will, dann werde ich sie auch nicht kaufen. Viele Software-Hersteller merken diesen allgemeinen Trend und bieten deshalb ihre Software zum Testen an.

Und bei Musik gilt ähnliches: wenn ich eine Musik öfter höre, dann kaufe ich sie mir. Hier gilt für mich einfach der Grundsatz: der Erbringer einer Leistung muss einen gerechten Ausgleich für seinen Einsatz erhalten. Das ist moralisch einwandfrei. Letzten Endes muss das jeder für sich selbst entscheiden.

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