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Social Media: Twitters Real-Time-Suche mischt Google gehörig auf

22.05.2009

22 Mai 2009

Blogging, Google, Twitter Kommentar hinzufügen

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Twitter’s Live-Suche mischt Google gehörig auf

 Nun ist es auch wohl endlich bei Google angekommen: die „Real-Time-Live-Suche” ist im heutigen schnelllebigen und news-hungrigen Markt wichtiger als die äonen-alten (also ca. zwei bis drei Stunden) Ergebnisse im Index. Selbst brandaktuelle News brauchen meist einige Stunden, bis der Google Index sie zeigt. Das hat auch Google mittlerweile realisiert.

Wenn irgendwo auf der Erde die Erde bebt, wie erst von ein paar Wochen in Italien, dann ist es Twitter, wo es schon nach Minuten zu sehen ist. Wenn jemand Berühmtes stirbt oder irgendwo ein Unfall passiert, wird es zuerst in Twitter zu sehen sein. Nicht in Google und auch nicht in Google News. Auch Journalisten fangen an, Twitter zu nutzen. Durch die Auswahl verlässlicher Quellen in Twitter kann ein Journalist durch Kreuz-Vergleiche zwischen seinen Quellen innerhalb kürzester Zeit Neuigkeiten verifizieren.

Durch Twitter haben die Benutzer mittlerweile gemerkt, welchen Wert die Real-Time-Information heutzutage besitzt. Und durch die Vernetzung von Usern gleicher Themengebiete entsteht eine Bündelung und Verdichtung UND Verbreitung von Informationen, wie es auch im Internet bisher noch nicht zu sehen war. Und falls Twitter seine Technologie und Marke nicht an Google verkaufen will (sieht momentan nicht danach aus), dann wird Google etwas Ähnliches auf die Beine stellen müssen. Google hat zum einen die Kapitaldecke und zum anderen mit seinem Mail-Dienst Gmail den Zugang zu Millionen potentiellen Beta-Testern für ein solches Produkt.


Was bedeutet die Real-Time-Suche für Google?

Google ist ganz sicher, dass die Real-Time-Suche für seine Zukunft wichtig ist. Das kann das Aussehen der Google-Sucheregebnisse für immer verändern.

Ein Indix dafür ist auf jeden Fall auch eine Aussage, die Googles Gründer Larry Page auf der Google Zeitgeist Konferenz in der Nähe von London gemacht hat. Loic Le Meur, der Gründer und Vorstand von Seesmic, einer Art “Twitter für Videos”, hat Larry Page nach seiner Meinung über Twitter gefragt. Larry Page antwortete: „Ich habe immer gedacht, dass wir das Internet jede Sekunde indizieren müssen, um eine Real-Time-Suche zu ermöglichen. Mein Team lachte mich zuerst aus und niemand glaubte mir. Seit Twitter wissen sie nun, dass kein Weg mehr daran vorbei führt. Nicht jeder braucht diese Instant-Suche, aber die Internet-User werden immer hibbeliger, wenn es um Real-Time geht.” (Original: “I have always thought we needed to index the web every second to allow real-time search. At first, my team laughed and did not believe me. With Twitter, now they know they have to do it. Not everybody needs sub-second indexing but people are getting pretty excited about real-time.”

Larry Page weiter: “Die Leute wollen alles SOFORT sehen und ich glaube, Twitter hat einen klasse Job diesbzüglich gemacht. Und ich denke, dass wir einen relativ schlechten Job erledigt haben, wenn es darum geht, etwas auf Sekunden-Basis zu zeigen.”

Also: auch wenn Googles Versuche, einen Real-Time-Suche zu realisieren, vielleicht in die Hose gehen (wie viele andere Projekte, die Google schon begraben musste), hört sich diese Aussage von Larry Page doch definitiv danach an, als wenn der Suchgigant ultra-aktuelle Suchergebnisse unter gewissen Umständen verfügbar machen würde. Wie immer im Geschäftsleben: Konkurrenz belebt das Geschäft – und auch Google kann noch von Entwicklungen überrascht werden.

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